Mainsquare Festival Arras, 03.-05.Juli 2026

Es war wieder Zeit: das erste Juli Wochenende stand an und das heißt eben, ab nach Arras zum Mainsquare Festival. Einmal wieder, nachdem wir das letzte Mal das Festival bestreikt haben und lieber nach Aarhus gefahren sind, weil das Line-Up zu schlecht war. Und dieses Mal? Hatten wir uns recht früh festgelegt, zu fahren, da Katy Perry angekündigt war.

Die Fahrt dorthin war dieses Mal Teil einer zweiwöchigen Tour, auf der es erst einmal in den Süden ging, um ein paar Tage von dort aus zu arbeiten. Und dann am Donnerstag nach Arras zum Festival bis Montag, gefolgt von vier Tagen Workshop bei einem Kunden vor Ort.

Aber nicht nur die Gesamtreise war dieses Mal anders, auch der erste Abend: der Betreiber der Location, die uns immer als erstes bewirten durfte, hat gewechselt. Und es gibt dort kein Leffe mehr. Skandal. Tatsächlich gab es während des gesamten Festivals kein einziges Leffe.

Am Freitag war dann der erste Teil des Festivals. Für uns ein entspannter Anfang mit Käthe Perry, die Bonbonbunt, aber sonst eher zäh daherkam. Die gezwungen lustigen Aussagen von „schön, dass ihr alle arbeitet und mir dann Euer Geld zukommen lasst“ bis  „ich war übrigens im Weltall, das war mutig“ wurden eher reserviert aufgenommen. Irgendwie hat sie insgesamt wohl übersehen, dass sie keine junge Popgöre mehr ist sondern mittlerweile eben doch schon zum älteren Eisen gehört. Sonst wären auch die anderen von oben-herab Sprüche nicht so gekommen.

Samstag war dann neben ausschlafen am späten Nachmittag vor allem The Warning angesagt. Nachdem ich die vor zwei Jahren schon gesehen habe, waren die Erwartungen hoch. Und sie wurden übertroffen. Die drei Mexikanerinnen haben ihren Sound noch einmal härter eingestellt und sind mittlerweile ein mehr als empfehlenswerter Act. Lohnt sich sowas von. Alleine schon hierfür hat sie die Reise gelohnt.

Der Sonntag startete dann mit einer klassischen Golfrunde in Le Touquet, dieses Jahr mal wieder auf La Forêt. Da sind einige Bälle auf der Strecke geblieben. Abends gab es dann mit Twenty One Pilots einen netten Ausklang des Festivals. Nichts aufregendes, aber auch nichts langweiliges.

Da das Wetter mitgemacht hatte, war es insgesamt, obwohl weitaus weniger Knallerbands als früher dabei waren, durchaus eine Reise wert. Mal schauen, wie das nächstes Jahr wird.

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