Amphi Festival 2026 – Tanzbrunnen, Köln – 25.-26.7.2026

Nachdem ich letztes Jahr das erste Mal beim Amphi war, hatte ich auf das Line-Up gewartet und bei den angekündigten Bands musste ich geradezu wieder hinfahren. Wie im Jahr davor war auch die zwanzigste Ausgabe auf drei Bühnen aufgeteilt: die Open Air Hauptbühne, die Elektronik-lastigere Bühne im Theater und die wieder auf einem Schiff befindliche Orbit Stage, die dieses Mal noch weiter weg war, als im Jahr davor. Da muss wohl mal was am Konzept angepasst werden. Denn durch hin- und herfahren jeden Tag eine Stunde zu verlieren, ist einfach zu viel.

Denn es gibt ja so vieles anzuschauen. Und das dieses Jahr auch wieder bei fast perfektem Wetter. Am Samstag etwas zu warm, dafür mit knalliger Sonne. Und Am Sonntag dann top Temperatur und dafür zwischendrin wieder etwas Regen. Aber das ließ sich aushalten.

Von den Bands her ging es los mit Soulbound, die eben gerade gespielt hatten, als wir ankamen. Dann Echoberyl im Theater, was leider etwas enttäuschend war. Wie Asbury Heights im Jahr davor, hat das auch stimmlich und stimmungsmäßig nicht gepasst. Auf der Orbit Stage gings dann weiter mit Escape With Romeo, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte, die aber solide einen tollen Auftritt hingelegt haben. Dann wieder ab in den Bus und noch etwas Das Ich ansehen. Hab ich das auch mal geschafft. Gefolgt von Solar Fake, die wie erwartet wieder gute Stimmung gemacht haben, Mono Inc., die so auf einem Festival eine gute Bank sind und zum Abschluss dann Covenant, die für VNV Nation eingesprungen sind und Soundmäßig deutlich besser drauf waren, als bei ihrem letzten Auftritt in Hamburg.

Am Sonntag musst schon um die Mittagszeit nach Motel Transylvania dann Chrom ran, für mich der stärkste Auftritt, das hat gefallen. Im Gegensatz zum Met, den wir uns zuvor noch gegönnt haben. Das wird keine Tradition. Zu Emmon auf der Orbit Stage sind wir gelaufen, was kalorienmäßig aber sicher nur ein Bruchteil dessen war, was Emmon verbraucht hat. Da gab es keinen Stillstand, dafür aber gute Musik. Das hatte ich mir auch von Assemblage 23 erhofft, den ich noch nie gesehen hatte. Aber mal abgesehen von einer langen Schlange und zeiteilig geschlossener Halle, war der Auftritt eben im Theater und traditionsgemäß mit schlechtem Sound und schlechter Lightshow versehen. Schade, denn das was wir gesehen haben, war vielversprechend. Dann gings nochmal raus zum Abschluss. Erst Diary of Dreams, wobei ich fast eingeschlafen wäre. Dann ein etwas verwirrter Joachim Witt, auch mal gesehen, Danke. Und zum Ausklang dann Eisbrecher. Gitarrengeschraddel mit brachialem Sound. Ich werde kein Fan. Aber es war eine gute Show.

Es lässt sich wieder sagen: gutes Festival, auch wenn es ab 22 Uhr im Freien nichts mehr zu Essen und zu Trinken gibt.

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