Wenn es die Händler im mittelalter geschafft haben, ihre Waren zwischen den beiden Hansestädten über das Land zu transportieren, dann müsste ich die Strecke ja auch mit dem Rad schaffen. Die Route war natürlich nicht identisch mit meiner, zumal ich die Städte gemieden haben und auch nicht über Wasser wie den Stecknitzkanal gefahren bin. Und ich habe einen Motor im Rad, das war damals auch nicht üblich. Aber es war top Radfahrwetter, also war es an der Zeit, endlich einmal auf diese Tour zu gehen.
Los gings wie bei vielen anderen Touren an die Alster, von dort den Eilbekkanal entlang, über Wandsbek und Tonndorf raus aufs Land. Durch ein paar Dörfer und dann ab auf die alten Bahnstrecken. Das heißt, Steigungen waren moderat, aber sie war dafür immer da. Dafür ging es immer geradeaus und die Wege waren komplett mit Bäumen eingewachsen.
Nach der Gegend um Trittau ging es auf normalen Straßen und Wegen weiter, da ging es dann auch weitaus stärker auf und ab, denn hier führt die Route dann durch die Grundmoränenlandschaft, bis man dann endlich an den Elbe-Lübeck Kanal kommt.
Bei dem konnte ich netterweise auch eine Schleusenfahrt eines Frachtschiffs mit ansehen, bevor es dann auf die Zielgerade nach Lübeck ging. Blicke auf den Dom und auf das Holstentor gab es natürlich, den Rest der Stadt habe ich mir gespart, schließlich war ich vor ein paar Jahren schon einmal da und ich wollte dann auch wieder nach Hause.
Das ging dann mit der Bahn, wobei das mehr Geld gekostet hat, als erwartet. Dafür war der Zug so wie erwartet: voll und verspätet. Zwar pünktlich gestartet, aber dann plötzliche Bauarbeiten unterwegs. Klassiker.
Vom Hauptbahnhof in Hamburg gings dann auf dem kürzesten Weg wieder zurück, so dass der Gesamttag dann 90 km Radstrecke gebracht hat. Ordentlich, vor allem da die ersten 83 km davon in 4:25h absolviert wurden. War eine schöne Tour, abwechslungsreich und nicht weiter schwer.




















