Leider gibt es in den letzten Jahren immer weniger französische Filme beim FFF. Dabei haben die immer alles, was gute Thriller ausmacht: harte Kerle, noch härtere Kerle, heftige Schießereien (nicht so Amizeugs, wo nach zwei Sekunden ein Stadtteil in die Luft fliegt, sondern irgendwie viel direkter und persönlicher) und dazu noch dekoratives webliches Beiwerk. Klar, Machozeugs, aber gut.
Der Film erzählt aus aktuellen Geschehnissen heraus durch Rückblenden die Geschichte einer Gangstertruppe aus dem Einwanderermillieu, wie sie in den 70ern entstanden ist, wie die Truppe immer enger zusammengewachsen ist, bis sie schließlich erwischt wurden und sich nach ihren Knastaufenthalten zurückgezogen haben. Klar ist, dass echte die Ehre immer noch zählt und wenn heute einer unter Beschuss gerät, sind die anderen für ihn da.
Immer wieder erstaunlich, wie es den Franzosen gelingt, ihre Bösewichte sympathisch zu machen. Liegt vielleicht auch daran, dass die immer deutsche Autos fahren und die Polizei italienische. Egal warum: ein guter Film – anschauen.