Es gibt sie also auch in Athen, eine Bar, die mir wirklich gefällt. Es muss nicht alles chic sein, es muss insgesamt passen. Und das ist hier der Fall. Es gibt einen relativ kurzen Tresen, dazu noch weitere Tische drinnen und natürlich noch mehr draussen. Als Hintergdunsmusik gab es endlich mal kein Hippeldihoppel, sondern gute Musik. Kann sich natürlich ändern, aber wenn Police, The Smiths und Cranberries gespielt werden, fühl ich mich halt wohler. Dazu war die Lautstärke auch so, dass man sihc gut unterhalten kann.
Wichtig ist: wer etwas trinken möchte, braucht einen Sitzplatz, dann wird man auch bedient. Sie mögens nicht wenn man rumsteht. Das kann sich später am Abend vielleicht noch ändern, aber so lange Platz da ist, nutze man den auch.
Was die Bar für mich von anderen in Athen abhebt ist, dass die Leute hinter der Theke nicht nur wissen, wie die Komponenten der Drinks zusammenwirken, sondern das auch gerne erklären und sich freuen, wenn man interesse zeigt.
Bei dem Namen der Bar gibt es natürlich viele Rumsorten im Backboard, aber die Drinks gehen in alle Richtungen und sind nicht auf Rum eingeschränkt. Barfood gibt es auch, aber nichts grosses, eher für den kleinen Snack zwischendurch.
Bei meinem Buccaneer‘s Negroni, der erstaunlicherweise nicht geshaked, sondern gewirfen wurde, haben sie den durch Aged Rum ersetzt. Dadurch ist der Drink dann nicht so bitter. Zusammen mit dem roten Wermuth, etwas Bitters, Vetiver (Süßgras ein schöner Twist.
Der Kind of Green hat mich dann überrascht. Anhand der Zutaten hätte ich etwas in Art eines Gin Basil Smash erwartet, abgesehen von etwas Erdbeere waren das Pandan, schwarzer Pfeffer, aber vor allem Gin und Basilikum und etwas Süß-sauer Mix. Der Basil Smash stand tatsächlich Pate, aber der Cocktail geht dann doch in eine ganz andere Richtung. Für ihre experimentellen Drinks dekonstruieren sie andere Cocktails und bauen dann manche Komponenten nach oder nehmen andere. Heraus kommt hier ein schöner frischer Sour, der zu empfehlen ist.
Man kann sich auf die Empfehlungen der Barcrew durchaus verlassen. Wie der Drink davor, war auch der Supremus No 58 etwas, das mir empfohlen wurde, nachdem ich anch meinen üblichen Vorlieben gefragt wurde. Dazu ist es natürlich so, wenn es einen Drink mit Rhum Agricole gibt, muss ich den auch probieren. Trotz der weiteren Zutaten mit Aged Rum, Limette, Destilliertem Falernum, Gewürzen und weißem Sommertee ist das Ergebnis nahe an einem Ti‘Punch, nur leichter trinkbar.
- Klitiou 6, Athina 105 60
- Lautstärke: medium bis laut
- Kosten: 11-23 € pro Drink
- Kleidung: leger
- Webseite: https://www.babaaurum.com/
- Sonstiges: innen rauchfrei, etwas Barfood






