Taboo – Serie

Die Serie gibt es auf Amazon seit zwei Jahren. Sie lief letztes Jahr auch schon auf RTL II und wurde von mir natürlich ignoriert. Und nun finde ich die richtig gut. Vor historischem Hintergrund, mit Fantasy Inhalten, düster, böse, hart. Aber auch interessant, fesselnd und zum binge-watching einladend.

Hintergrund ist ein Streit um ein kleines Stückchen Land, das gleich drei Mächte haben wollen: der britische König, die East India Company und die noch nicht allzu alten Vereinigten Staaten von Amerika. Ob es diesen Minikonflikt so wirklich gab bezweifle ich, aber darauf kommt es auch nicht wirklich an.

Dem Kräftedreieck gegenüber steht nämlich noch die Hauptfigur, ein ehemaliger Matrose und ehemaliger Sklave, der das Land geerbt hat und den Kampf gegen die drei Mächte aufnimmt. Und gewinnt und hart verliert und fast daran zu Grunde geht bis er sich dann endlich doch durchsetzen kann. Ein Schlägertyp, grandios gespielt von Tom Hardy, dem man die Härte und tiefsitzende Bosheit bis in die Haarspitzen abnimmt. Ein kaputter Charakter auf vielen Ebenen. Und auch alle mit denen er sich umgibt sind keine normalen, sondern gescheiterte Leute.

Unter diesen Rahmenbedingungen geht James Delaney nun also her und nimmt seinen Kampf auf und rächt sich nebenbei an demjenigen, der sein Leben zerstört hat.

Was schwerer zu verstehen ist, sind die dauernd vorkommenden mystischen Elemente, die durch seine Zeit in Afrika bzw. wohl auch vor allem über seine Mutter, einer Indianerin, zu ihm gekommen sind. Was das nun genau soll, ist auch nach der ersten Staffel noch nicht so recht klar. Nur, dass es weiter gehen soll. Nur soll das erst dann sein, wenn das Drehbuch auch wirklich vorliegt und mindestens so gut ist, wie das erste. Aktuell soll Ende 2019 mit dem Drehen begonnen werden. Dauert also noch.

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