Edinburgh – 08.-10.02.2019

Was lange währt… Seit einigen Jahren gibt es den Plan schon, über ein Wochenende nach Edinburgh zu reisen. Einige Freunde waren schon dort und fanden die Stadt und die Gegend gut und die Bars auch. Aber es hat zeitlich nie geklappt. Nun kurz vor dem Brexit haben wirs dann doch endlich noch geschafft, für ein Wochenende dort hin zu fliegen.

Anreise

Auf dem Hinflug haben wir uns noch gewundert, dass da doch einige Herrn im Schottenrock im Flieger saßen. Aber nein, das war wohl nicht, weil sie das auf einem Heimflug immer so machen sondern wie wir am nächsten Tag festgestellt haben die Fankleidung für das Rugby Match Schottland – Irland. Aber der Reihe nach.

Der lange Marsch

Bei der Ankunft in Edinburgh gab es gleich eine Kostprobe des Wetters: alle 10 Minuten wechselte der Wassergehalt in der Luft von null bis viel. Das dann in Verbindung mit starken Windböen war unser Wetter für den Freitag.

Den Nachmittag haben wir dann dazu genutzt, im Grunde einmal um den Berg mit dem Castle herumzulaufen, von allen Seiten anzuschauen, hochzulaufen, vor der verschlossenen Türe zu stehen  (zu starker Wind, dann ist da zu), die Aussicht zu genießen und dann den Berg wieder hinunter zu gehen. Da gabs dann noch einen Kuchen im The Hub und dann den Start in das Abendprogramm.

Cocktail Tasting Teil 1

Dieses sah als erstes die Bramble Bar vor und danach dann das passenderweise in der gleichen Strasse liegende Lucky Liquor Co. Dort bekamen wir dann neben guten Drinks auch noch Tips, wo wir etwas gutes zu Essen bekommen könnten. Die gingen von El Cartel (mexikanisch) über Chez Jules (französisch), Wee Buddah (asiatisch) bis zu 83 Hanover Street (chilenisch). Entschieden haben wir uns für das Chez Jules wo es tatsächlich französisches Essen in Form von Merguez, Muscheln etc gibt. Zum Abschluss ging es dann noch ins Radisson Hotel (erst ins falsche, dann ins richtige) und dort in die Epicurean Bar, bevor uns dann der Bus zurück zum B&B brachte.

Zeitvertreib

Am Samstag war dann durchaus zu sehen, dass viele Leute zu „the game“ unterwegs waren. Ob aus der Gegend (mit Rock und Backenbart) oder von der nächsten Insel (mit Rock und roten Haaren). Auch die Straßenverkäufer waren darauf eingerichtet. Uns wars egal, da wir erst einmal eine Stadtrundfahrt mit den Hop-on-Hop-off Bussen gemacht haben. Da sieht man wie üblich viel und muss sich aber nicht die Berge hinauf- und hinunterquälen, das macht tatsächlich der Bus selbst.

Da wir noch früh dran waren gab es dann ganz wie es auf einer solchen Bildungsreise sein soll einen Besuch in der schottischen Nationalgalerie (man glaubt es kaum, aber da drin hängen Bilder), bevor wir dann zum Afternoon Tea ins Waldorf Astoria gegangen sind.

Afternoon Tea

Am Tag davor hatten wir zum Glück bereits einen Platz reserviert, denn es war voll dort. Die meisten wollten nur Bier, Saft, Cocktails oder Kuchen haben – wir wollten den richtigen Afternoon Tea in der Vollversion genießen. Den gab es dann in Form von zwei Gängen. Erst einmal Finger Sandwiches mit Lachs, Roast Beef, Oxspring Ham und danach dann alles, was süß und klebrig war. Also frische Scones mit Marmelade und auch Kirschmakronen, Himbeertrüffel, Haselnuss Bonbons etc. Dazu natürlich Tee. Dutchess Grey, Rose Black Tea und Orage Blossom Oolong waren meine Wahl.

Cocktail Tasting Teil 2

Frisch mit Zucker zugedröhnt ging es dann nahtlos über in den zweiten Barabend. Erster Stop der interessante Last Word Saloon, dann gings im dritten Anlauf endlich ins Panda and Sons und zum Abschluss noch ins Nightcap. Und das wars dann auch schon mit Bars, die wir ausprobiert haben, da sind für den nächsten Besuch immer noch genügend übrig.

Abreise

Gegen Mittag ging es dann wieder zurück aufs Festland. Dieses Mal keine Schottenröcke an Bord, auch wenn die Personen teilweise dabei waren. So eine Niederlage hebt wohl den Stolz nicht gerade.

Abschließend lässt sich sagen, dass Edinburgh eine absolut sehenswerte Stadt ist und für ihre geringe Größe erstaunlich viel zu bieten hat. Sowohl für Touristen als auch für Barbesucher (siehe https://wordpress.zarkov.de/bars-in-edinburgh-liste-mit-tipps/) . Nur verdammt hüglig ist es dort, daran sollte man denken, wenn man hingeht.

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